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Publiziert am: Montag, 14.06.2010 - 10:47
Ortwin Roye siegte in seinem „Wohnzimmer“
Ulrike Schmidt und Gudrun Rodloff ebenfalls auf Platz 1
Vor dem Start

Vor dem Start

Beim 22. Möhnesee-Pokallauf holten sich die heimischen Läufer und Läuferinnen gleich dreimal Gold. Der Flerker Topläufer Ortwin Roye zeigte beim Königslauf, den 15 Kilometern mit 310 Höhenmetern wieder einmal seine Klasse. In seinem „Wohnzimmer“ war der mehrfache Sieger und Streckenrekordhalter in 55:56 Minuten nicht zu schlagen. Mit Ulrike Schmidt (Marathon Soest) holte sich eine weitere heimische Athletin in 1:14:22 Stunden die Pole-Position bei den Frauen. Über fünf Kilometer gelang das auch der Lippetalerin Gudrun Rodloff. Ihr reichten 19:52 Minuten für den Sieg.

Der Wettergott meinte es an diesem Tag nicht gut mit den Verantwortlichen der Laufgruppe Deiringsen (LGD). Entgegen der Wettervorhersage regnete es kontinuierlich. Die Sportler störte es nicht so sehr, da viele von ihnen lieber bei Regen als bei drückender Hitze laufen. Um 14.00 Uhr begannen die Nordic Walker/Walker die Wettkämpfe am Heinrich-Lübke-Haus. Mit dabei auch die Westfalen-Walk-Siegerin Barbara Schuchmann zusammen mit ihrem Ehemann Erwin, der Zweiter dieser Serie war. Am Ende lagen sie beide „nur“ auf Platz 2 und mussten sich Marita Achenbach (Hobbyjogger) und Tadeusz Jannsik (Team Lohmann Witten) beugen. Die Läufer begannen mit der 5-Kilometer-Strecke. Hier dominierten die ehemaligen LGD-Läufer Georg Kott (17:50 Minuten) als Sieger und Jürgen Teicher (18:30 Minuten) als Dritter. Dazwischen schob sich noch Franz-Josef Schäfers (Büren) in 18:08 Minuten, der fast jedes Jahr beim Möhnesee-Pokallauf am Start ist. Von den heimischen Läufern setzte der 13 jährige Jesse Kaars, der gerade erst zusammen mit seinen Schwestern Lotte und Tara zur Laufgruppe Deiringsen gewechselt ist, ein Ausrufezeichen und holte sich in beeindruckenden 19:50 Minuten Platz 5. In der Frauenwertung setzte sich erwartungsgemäß die Lippetalerin Gudrun Rodloff (LG Hamm) in 19:52 Minuten durch. Rodloff: “Nachdem ich zum vierten Mal infolge westdeutsche Meisterin geworden war, musste ich leider eine Trainingspause hinnehmen. Nachdem es hier überraschend gut lief, würde ich gerne im Juli an den Deutschen Meisterschaften teilnehmen.“


Roye siegte in seinem „Wohnzimmer“ – Comeback von Stephan Schulte erstmals im Trikot der Laufgruppe Deiringsen
Über 15 Kilometer war Ortwin Roye konkurrenzlos. Roye: „Ich hatte zuletzt zeitlich kaum Möglichkeiten, um läuferisch in Topform zu kommen. So spielte die Zeit heute keine Rolle für mich!“ Hinter ihm sicherten sich Juri Razlaf (Anröchte) und Nicklars Achenbach (LT Bittermark) zeitgleich in 58:12 Minuten die Plätze 2 und 3. Hinter diesem Trio feierte Stephan Schulte in 58:38 Minuten ein beeindruckendes Comeback. Nach seinem schweren Autounfall im September 2009 mit mehreren Brüchen hatte er sich mühsam wieder zu seinem geliebten Sport zurück gekämpft. Schulte: „Er ist im Januar konnte ich wieder ganz langsam mit dem Lauftraining beginnen. Der Möhnesee-Pokallauf ist seit dem Unfall mein erster Wettkampf.“ Der sympathische Niederenser lief auch erstmals im Trikot der Laufgruppe Deiringsen. Schulte: “Ich wollte einen neuen Leistungsreiz setzen. Außerdem verspreche ich mir von meinen starken Vereinskameraden auch gute Chancen bei den westfälischen und westdeutschen Meisterschaften!“ Bei den Frauen war Ulrike Schmidt (Marathon Soest) in 1:14:22 Stunden nicht zu schlagen. Zweitbeste heimische Frau wurde Nadine Lakämper (Laufgruppe Deiringsen) in 1:17:10 Stunden als Dritte.

Über 30 Kilometer war mit Thomas Braukmann ein mehrfacher Deutscher Meister am Start
Über die doppelt so lange Distanz über 30 Kilometer war der mehrfache Deutsche Meister über 50 Kilometer Thomas Braukmann (LG Kindelsberg) am Start. Er lief seine Konkurrenten erwartungsgemäß in Grund und Boden. In 1:53:14 Stunden hatte er fast 23 Minuten (!) Vorsprung vor dem Duett Oliver Friede und Waldemar Furgol (beide Marathon Soest), die das komplette Rennen gemeinsam liefen und fast zeitgleich das Rennen beendeten. Braukmann: „Das war hier genau das Rennen, das ich zur Vorbereitung auf die deutschen, 75 Kilometer langen Ultra-Cross-Meisterschaften auf dem Rennsteig gesucht habe. Dort möchte ich unter die Top 3 kommen!“ Schenzer: „Ich freue mich, dass die 30 Kilometer so gut angenommen werden.“

Laufsplitter
Dirk Schmidt lief zusammen mit seinem schwarzen Mischlingshund die 30 Kilometer. Schmidt: “Der ist eigentlich viel zu schnell für mich. Als ich einmal an einem 100-Kilometer-Lauf teilnahm, war ich nach 90 Kilometern platt und mein Hund topfit. Der ist nicht kaputt zu kriegen!“ Als ein 30-Kilometer-Läufer in Zielnähe kam, machte er zur Freude von Dieter Schenzer und den Zuschauern erst einmal ein Rad und lief dann locker die zweite 15-Kilometer-Runde. Einfälle muss man eben haben.

Führungsfahrrad beim 30km Lauf

Führungsfahrrad beim 30km Lauf

Die Radfahrer Manfred Heß und Norbert Bormann von der Laufgruppe Deiringsen, die über 15 und 30 Kilometer vorne weg fuhren, konnten einem schon Leid tun. Im Ziel waren sie, wie fast alle Walker und Läufer, von oben bis unten mit Schlammspritzern bedeckt. Neben den Politikern Hans Dicke und Bernhard Schulte-Drüggelte, die für die Startschüsse verantwortlich waren, zeigte auch Silvesterlauf-Chef Ingo Schaffranka Präsenz und bewies über 15 Kilometer, dass er den Laufsport nicht nur als Funktionär beherrscht. Ein tolles Geschenk bekam Wolfgang Hüske von Ultra Rissmecke. Er gewann die unter den Startern verloste Flugreise zum Malta-Marathon.


Weitere Infos des Veranstalters finden sie unter   Weitere Infos www.lg-deiringsen.de

Weitere Details zur Veranstaltung auf laufkalender24.de:
Weitere Infos laufkalender24.de laufkalender24.de/de/details/134541-22.-Moehnesee-Pokal-Lauf.html

Die Ergebnisse finden Sie hier:
Die Ergebnisse finden Sie hier http://www.lg-deiringsen.de/index.php?option=com_content&task=category§ionid=23&id=132&Itemid=146

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